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Wir wünschen für das Jahr 2022 viel Kraft, Segen und gutes Gelingen.

Mein Urgrossvater Gottlieb Widmer (Foto rechts / Mobilversion unten) wurde stolze hundert Jahre alt und war der älteste Mann im Kanton Solothurn. Als wir 1969 seinen Geburtstag feierten, waren zwei Reporter vom Blick zugegen.

Er erlebte das erste Telefon, das erste Auto und jetzt die erste Mondlandung.

So stand es schliesslich in grossen Lettern auf dem Titelblatt. Allerdings erlebte Gottlieb auch zwei Weltkriege, einen Holocaust und zwei Atombombenabwürfe. Er erlebte die Revolution des Penicillins, den Vietnamkrieg, die Überwindung der Rassentrennung und dass Frauen kein eigenes Bankkonto führen durften und zum Antritt einer Arbeitsstelle die Erlaubnis ihrer Ehegatten benötigten.

 

Dem Alter meines Urgrossvaters und zwei Blickreportern ist es also zu verdanken, dass einem sechsjährigen Knirps bewusst gemacht wurde, mit welch unfassbar schnellen Tempo sich der so genannte Fortschritt entwickelt. Die Wasch-maschine, die Fernheizung, das Farbfernsehen, Tonband, Computer, Mobiltelefonie, die Sequenzierung des menschlichen Genoms, das Internet, Google, Alexa. Teleskope können Millionen Jahre in die Vergangenheit blicken und Auf

klärungssatelliten lesen die Zeit auf einer Armbanduhr, Weltraumlabore, Robotik, Automatisierung, Digitalisierung und täglich sterben fünfzehntausend Kinder infolge Unterversorgung.

Die Menschheit ist erbarmungslos, während sie Göttliches erschafft. Sie eignet sich Fähigkeiten an, die man bisher nur Gottheiten zuschrieb. Eine Annäherung an die vielbeschriebene Gottebenbildlichkeit lässt sich nicht verleugnen. Die oft gestellte Frage, «warum lässt Gott so etwas zu» muss neu gestellt werden:

Warum lassen wir es zu?

 

Wie in einem klimatisierten Hochgeschwindigkeitszug bei einem Tässchen Tee sitzend, bemerken wir die Zeitreise kaum. Die Highlights kommender Jahrzehnte bescheren uns voraussichtlich die Vernetzung von Mensch und Maschine (Brain-Computer-Interface) und an der  beliebige Verlängerung des Lebens wird mit Hochdruck gearbeitet. 

Sich dagegen aufzulehnen wäre, wie wenn mein Urgrossvater als Kind gesagt hätte, ich will nicht, dass Menschen auf den Mond fliegen, zu einer Zeit, wo noch nicht einmal ein Flugzeug von der Erde abhob.

Aber setzt weiterer Fortschritt eine Entrechtung der Menschen voraus? Aber nein, wieso? Die dargelegte Entwicklung der letzten zweihundert Jahre Jahren verlief ja gerade mit der Befreiung, mit der Demokratisierung und mit der Schaffung von Menschenrechten.

Was wir aktuell erleben, hat in der Tat etwas mit einem «Great Reset» zu tun. Dieser bezieht sich aber auf ein Zurücksetzen in eine Zeit, in der Unterdrückung und Sklaverei herrschten. Klaus Schwabs Gruselbuch müsste «The great Attack» heissen. Im Übrigen sind seine Ideen auch nicht neu. Neu ist nur, dass der Spuk nicht nach neunzig Minuten Kinoerlebnis endet.

Wir müssen entscheiden, was für ein Gottesbild wir realisieren.

Bevorzugen wir eine jesuanische, durch Nächstenliebe liberal geprägte Gesellschaft (NT) oder wollen wir eine autoritäre, international-sozialistische Totalüberwachung durch eine allmächtige Führung (AT)? Und aus welcher Perspektive heraus soll diese Frage entschieden werden? Aus der Sicht von uns Bürgern oder aus der des Grosskapitals?

Wer sich für Ersteres entscheidet, der kommt gar nicht umhin, quer zu denken! Wer dazu nicht in der Lage ist, der funktioniert vielleicht. Doch Denken und Funktionieren ist bekanntlich zweierlei. Denken wiegt ab, setzt etwas in ein Verhältnis und sucht nach einer besseren Option. Um ein Glas anzuheben, brauchen wir nicht zu denken, aber dafür um so mehr, wenn es um die Zukunft unserer Kinder geht. Nur wer denkt, kann 

eine Bedrohung durch vermeintlich überlastete Intensivstationen in Beziehung zu den täglich 15'000 toten Kindern setzen und daraus die logische Schlussfolgerungen zu ziehen. Wer hingegen funktioniert, der kann problemlos Massnahmen folgen, welche die schreckliche Lage notleidender Kinder zusätzlich verschlechtert. 

Eine der wichtigsten Aufgaben wird sein, Konzepte zu entwickeln, die verhindern, dass erneut kriminelle Grosskapitalisten unter Zuhilfenahme gleichgeschalteter Scheinmedien  ihre faschistoiden Interessen durchsetzen. Hier zumindest liefert das Geschwurbel von Klaus Schwab für Seinesgleichen ein richtiger Ansatz: Enteignung.

Für Denkende wird dieser Prozess kein Leichter sein, er wird steinig und schwer. Auf diesem Weg wünsche ich uns allen für das Jahr 2022 viel Kraft, Segen und gutes Gelingen.

Herzlichst Martin Widmer    Interimspräsident neue Volkspartei

 

Nicht links,
nicht rechts,
der Wahrheit verpflichtet.